GRIMME Landmaschinenfabrik
Karriere

Erfahrungsbericht Arbeitsalltag

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ERFAHRUNGSBERICHT ARBEITSALLTAG

Dominic Möller, Auszubildender Fachkraft für Lagerlogistik, 2. Lehrjahr

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Welche Aufgaben erledigst du?

Zurzeit bin ich beim Logistikzentrum im Außenbereich tätig. Dort werden wetterbeständige Großbauteile im Freien auf Rungenpaletten gelagert. Diese Artikel sind für die spätere Verwendung in der Produktion in Damme und im Selbstfahrerwerk in Rieste oder als Ersatzteil für unsere Kundschaft in aller Welt vorgesehen. Um diese Großbauteile einzulagern bzw. auftragsbezogen zu kommissionieren (also über eine Anforderung auszulagern), benötige ich die technische Hilfe eines Gabelstaplers. Außerdem gehört das Tablet, über das ich mit dem Lagerverwaltungssystem verbunden bin, und ein Barcodescanner mit einem Drucker zu meinen Arbeitsmitteln. Das Lagerverwaltungssystem zeigt mir direkt auf dem Tablet an, welche Aufträge ich mit den dazugehörigen Artikeln aus dem Lagerbereich zu entnehmen habe. Die Lagerorte und die erforderliche Stückzahl werden mir ebenfalls angezeigt. Die Entnahme wird mit dem Scanner quittiert und sofort mit dem Lagerverwaltungssystem verbucht.

Um sicher mit dem Gabelstapler umzugehen, wurden wir im Vorfeld umfassend geschult und eingewiesen. Arbeitssicherheit ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung!  

Was gefällt dir an der Arbeit bei GRIMME?

In einem Viermonatsrhythmus durchlaufe ich alle Abteilungen, die für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik notwendig sind. Dadurch lerne ich alle Bereiche kennen und verstehe fachspezifische Zusammenhänge. Durch die vielfältige Arbeit treffe ich auf viele Kollegen und kann bei Problemen immer einen geeigneten Ansprechpartner finden. Der faire und familiäre Umgang erleichtert die Arbeit und macht mir besonders viel Spaß. Zudem wird die Arbeit durch Hilfsmaterialien, wie z. B durch einen Deckenkran, sehr erleichtert. Alle Mitarbeiter der Logistik sind angehalten, einen internen Staplerschein zu absolvieren, damit der Umgang mit Flurförderfahrzeugen nicht nur sicher, sondern auch richtig erlernt wird. Wöchentlich findet eine Kaizenstehung (kontinuierliche Verbesserung) mit allen Kollegen aus dem Logistikzentrum statt. Dort können alle Mitarbeiter der Logistik Wünsche äußern, Probleme ansprechen und mit der Gruppe gemeinsam lösen.

Was kannst du über das Arbeitsklima/ das Arbeitsumfeld sagen?

Bei der Firma GRIMME handelt es sich um einen Mehrschichtbetrieb. Es gibt vier unterschiedlich besetzte Schichten in der Logistik, damit jederzeit Waren geliefert werden können. Als Auszubildender bin ich in der Tagschicht tätig. Dadurch arbeite ich mit den Kollegen aus allen Schichten zusammen und lerne somit alle Mitarbeiter der Logistik kennen. Wir kommen alle gut miteinander aus und helfen uns gegenseitig, denn nur so kommt man voran und nur so lernt man voneinander. Auch privat trifft man sich regelmäßig zu unterschiedlichen Veranstaltungen (z.B. Fußball gucken oder spielen, gemeinsamer Besuch des Weihnachtsmarktes in Osnabrück). Das Miteinander wird hier „GROSS“ geschrieben und das spürt man wirklich in jeder Abteilung.

Erfahrungsbericht Arbeitsalltag

Jan Meyer, ehemaliger dualer Student Maschinenbau - Fachrichtung Konstruktionstechnik

Was ist ein Projektstudium und wie läuft dieses ab?

Das Projektstudium ist fester Bestandteil des Vertiefungsstudiums der Studiengänge Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen an der PHWT. Es wird über drei Semester (5./6./7.) eine komplexe Projektaufgabe in einem Team bearbeitet. Unter der Überschrift „Studieren in Projekten“ kann die Aufgabenstellung des Projekts von der Optimierung eines Prozesses oder einer Maschine bis hin zu einer völligen Neuentwicklung reichen. Dabei besteht die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Projekten zu wählen: z.B. ein Projekt aus dem eigenen Unternehmen, das Formular Student-Projekt der PHWT oder ein Projekt eines anderen Unternehmens. Während des Projekts gilt es, nicht nur zeitliche und finanzielle Begrenzungen einzuhalten, sondern auch immer die Zielvorgabe vor Augen zu haben, um das Projekt im Gesamten nach einem Jahr Bearbeitungszeit erfolgreich abzuschließen.

Welches Projekt hast du bearbeitet und wie seid ihr dabei vorgegangen?

Ich habe zusammen mit einem weiteren angehenden Maschinenbauingenieur und zwei angehenden Wirtschaftsingenieuren der Firma GRIMME ein spannendes, firmeninternes Projekt bearbeitet. Zielsetzung unseres Projekts war die Konzeptentwicklung eines neuen Rodevorsatzes für einen Rübenroder. Anstoß des Projekts war eine Studie, die unterschiedliche Reihenweiten im Rübenanbau vergleicht. Nachdem uns Anfang des Jahres die Projektaufgabe übergeben wurde, haben wir den Projektrahmen genauer festgelegt und den weiteren Projektverlauf geplant. Nach der Analyse das Marktumfeldes und dem aktuellen Stand der Technik konnte das Projekt weiter eingegrenzt werden und die wirtschaftliche Betrachtung sowie die Konzeptfindungsphase starten. Die Ergebnisse des Projekts haben wir in einer hochschulöffentlichen Präsentation vorgetragen und diese im Rahmen eines Messestandes präsentiert.

Wie bewertest du das Projektstudium? Was hat dir am Projektstudium besonders gefallen?

Das Projektstudium ist eine super Gelegenheit, um einen tiefen Einblick in das Unternehmen zu bekommen und den Weg von der Anforderung über die Ideen- und Konzeptfindung hin zum fertigen Produkt zu verstehen. Über den gesamten Zeitraum des Projektes standen bei Fragen oder Problemen die Professoren und Verantwortlichen der Firma GRIMME jederzeit zur Verfügung und haben uns weitergeholfen, wo sie konnten. Während des Projektverlaufs waren diverse Abstimmungen mit anderen Abteilungen im Hause GRIMME und Gespräche mit dem an die Universität Göttingen angeschlossene Forschungseinrichtung (Institut für Zuckerrübenforschung) möglich, um unsere Ergebnisse besprechen zu können. Das selbstständige und methodische Bearbeiten des Projektes hat mir besonders gut gefallen und gezeigt, dass ein solches Projekt nur im Team erfolgreich abzuschließen ist.